Die große, bunte Rautie-Schau
Manchmal absurd, oftmals skurril, nie langweilig und immer überraschend - Michael "Rautie" Rautenberg zeichnet in seinen Comics oder Illustration gegen den Strich der Gewohnheit und des Mainstreams.
Wie das aussieht, das kann man vom 30. November an im Brückenkopf in Hanau, Wilhelmstraße 15 A, betrachten. Denn dann wird mit der Vernissage die große, bunte Rautie-Schau eröffnet. Bis zum 15. Januar stellt der Erfinder des "Rautomaten" seine Arbeiten im Brückenkopf aus.
Rautie wurde als Michael Rautenberg in Hanau geboren, und dort wohnt er mit seinen beiden Söhnen Anton und Valentin und Frau Anita immer noch. Nach Früherfahrungen mit verschiedenen Fanzines im Selbstverlag produzierte Rautie irgendwann ein Hanauer Stadtmagazin namens "Banane". Aus diesem Blatt entwickelte sich später Kix Multimedia, eine muntere Kommune bestehend aus Comic-Zeichnern und einer Reihe von Bands.
Kix prägte und zelebrierte eine dilletantische, von absurdem Humor geprägte Strichmännchenkultur, die heute oft und gern auch von anderen imitiert wird. Rautie arbeitet vor allem als Comic-Zeichner, Graphiker, Illustrator. Ist aber auch als angesagter DJ gefragt und Plattenfreak (Vinyl only!) bekannt. Sein erstes Comic-Album "Heinz und Pifie: Nanu-Ragout aus Dosen" veröffentlichte Rautie im Jahre 2000 in der Bremer Edition Panel. Kaum ausgepackt erhielt er dafür auch schon den, vom Interessen- verband Comic (ICOM) gestifteten, Preis für den "Besten Independent-Comic 2000" auf dem Internationalen Comic-Salon in Erlangen.
Der Band überzeugt ebenso wie alle Werke von Rautie durch die Klarheit der Linien und der perfekten Harmonie von Text und Bild. Inhaltlich überzeugt das beeindruckende Werk durch große poetische Schönheit und emotionale Tiefe, wie sie im Comic selten sind.

